Arbeitsbeschaffungsmaßnahme


Unter einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme versteht man eine Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit, um einer erwerbslosen Person eine Beschäftigung zu vermitteln bzw. den Erwerbslosen auf eine spätere Beschäftigung vorzubereiten. Das Wort Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist hierbei durch zahlreiche negative Berichte in den Medien in Verruf geraten. Oft wird von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen berichtet, die wahllos oder sinnlos mehr als Beschäftigungstherapie statt als wirkliche Vorbereitung auf ein späteres Beschäftigungsverhältnis wirken. Beispiele, die in den Medien oft erschienen sind, waren z.B. geführte Wandergänge mit Lamas im bayerischen Voralpenland oder Gruppenspiele auf Kindergartenniveau.

Prinzipiell sind Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aber durchaus sinnvoll, wenn es um die Suche nach einer neuen Beschäftigung für einen Erwerbslosen geht. Beispielsweise kann sich eine Computerschulung für einen arbeitslosen Büroangestellten durchaus lohnen, wenn dieser in den vergangenen Jahren wenig mit Computern in Berührung gekommen ist und nach einer neuen Bürostelle sucht. Die Agentur für Arbeit bietet mehrere hundert Weiterbildungsmaßnahmen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen an, wobei stets versucht wird mit dem Arbeitssuchenden eine geeignete Maßnahme oder Weiterbildung auszusuchen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass jede Arbeitsbeschaffungsmaßnahme von der Agentur für Arbeit bezahlt und somit auch verpflichtend ist. Sollte man einer Teilnahme an einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Agentur für Arbeit nicht nachkommen, so kann dies zur Kürzung oder sogar zur Streichung der Sozialleistungen (Arbeitslosengeld etc.) führen.